Liebe Wegbegleiter,
vielleicht habt ihr euch in den vergangenen Wochen und Monaten gefragt, wo ich geblieben bin. Es war still um mich.
Wir alle kennen diesen Wunsch: Wenn etwas Neues in unserem Leben geboren werden möchte, wünschen wir uns, dass es sich sofort und unmissverständlich zeigt. Wir wollen Klarheit, wollen wissen, wo der Weg hingeht, was auf uns zukommt und was die neue Bestimmung ist.
Doch das Leben hält sich selten an unsere Pläne.
Es gibt Phasen und Übergänge, die Raum einfordern. Zeiten, in denen das, was werden möchte, noch im Dunkeln liegt. Das sind Phasen, die aufs Gemüt gehen können, die uns in Unsicherheit stürzen oder Selbstzweifel aufkommen lassen. Und während in uns der kleine „Besserwisser“ rebelliert, weil nichts greifbar ist, bewegt sich das Leben selbst mit einer unerschütterlichen Gemütsruhe weiter. Es zeigt uns: Da ist absolut nichts falsch, wenn ein Nichtwissen im Raum steht. Alles ist in höchstem Maße geführt – auch die Phasen des Wartens.

Die Würde des Abschieds und das Geheimnis der Geburt
In dieser Zeit der Äußerlichkeit und Zurückgezogenheit geschah etwas, das mich in der Tiefe berührt und mein eigenes Lebensgefüge neu geordnet hat. Ich wurde gerufen, eine Traueransprache bei einer Urnenfeier zu gestalten.
Als ich wieder nach Hause kam, wirkte dieses Geschehen auf eine ganz besondere Weise nach. Mir wurde zutiefst bewusst: Ich durfte Menschen an einem der tiefsten Schmerzpunkte begleiten, die wir als Mensch erfahren können. Und mitten in diesem Schmerz erkannte ich: Was hier geschieht, ist in der Tiefe ein Geburtsprozess.
Da bricht etwas weg, da stirbt etwas, um sichtbar werden zu lassen, was daraus Neues entstehen will. Mitten in der Trauer findet nicht nur Trost statt – es öffnet sich eine neue Sichtweise auf das eigene Dasein, auf den Menschen, der gegangen ist, und auf das Leben selbst. Es ist ein gewaltiger, stiller Schöpfungsprozess.
Diese Erfahrung hat mich so nachhaltig bewegt, dass ich mich entschlossen habe, mich für diese besonderen Dienste der Begleitung zur Verfügung zu stellen. Was in aller Stille gereift ist, hat nun eine eigene Form bekommen:
👉 Hier erfährst du mehr über mein Wirken als Trauerredner
Ein warmes Lebenszeichen: „Das wärmende Leben“
Dass das Leben in seinen ganz eigenen Zyklen wirkt, zeigte sich mir auch auf ganz andere, freudige Weise: Vor einiger Zeit habe ich ein Interview gegeben. Nun erreichte mich die Nachricht, dass dieses Gespräch aus über 400 Beiträgen als eines von acht ausgewählten Interviews für ein ganz besonderes Impulswochenende gewählt wurde.

Unter dem Motto „Das wärmende Leben – Die Wärme, die von innen kommt: Selbstfreundlichkeit als Lebenskunst“ laden Tina & Tobias Stolz (Family Passioneers) vom 02.10. bis 04.10. zu einer Zeit des Innehaltens ein.
Der Herbst lädt uns ohnehin dazu ein, das zu würdigen, was gewachsen ist, und sanft loszulassen, was uns nicht mehr trägt. An diesem Wochenende geht es um die Kunst der Selbstfreundlichkeit: Wie können wir uns in tiefer Freundlichkeit selbst begegnen, De-Perfektion als Reife begreifen und jene innere Wärme finden, die keine äußere Leistung braucht? Neben den Impulsen erwarten dich zwei berührende Selbsterfahrungsreisen – eine intensive Meditation und ein Live-Abend.
Ich freue mich riesig, als einer der Impulsgeber dabei zu sein und dieses Lebenszeichen mit dir zu teilen. Die Teilnahme an diesem Wochenende ist vollkommen kostenfrei.
👉 Hier kannst du mehr erfahren und dich direkt anmelden
Von Herzen danke ich dir für dein Dasein, dein Vertrauen und dein Weggehen und Wiederkommen mit mir.
In verbundener Herzenswärme,
Reiner

❤️
Lieber Reiner
Ich finde es wundervoll was du machst und ich weiss auch ,dass du Menschen in ihrer Trauer auf eine wertschätzenden ,würdevollen Ebene begegnen wirst.
Die Liebe eilt dir voraus und alles Schwere , Traurige bekommt ein neues helles Kleid, nur schon weil du da bist in deiner Präsenz.
Nichts rein gar nichts könnte ich mir wünschen, würde ich in Trauer stehen oder“ neu geboren “ werden, dich als meinen Begleiter zu haben.
Danke für dein „sein“ lieber Reiner
Liebe Evi,
deine tief berührenden Worte haben mich im Innersten erreicht und bewegt.
Deine Zeilen spiegeln genau das wieder, worum es mir an den Schwellen des Lebens, sei es in der Trauer oder in der Neugeburt, im Kern geht: Es braucht kein Tun, kein Reparieren und keine klugen Konzepte. Es braucht einfach das Aushalten, das Dasein und die reine Präsenz von Mensch zu Mensch.
Dass du diese Qualität so wahrnimmst und mir dieses Vertrauen schenkst, ist ein wunderschönes Geschenk für mich. Danke für dein So-Sein und deine Wegbegleitung!
In Verbundenheit
Reiner