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Sterben, um neu geboren zu werden

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Am 9. Juni 2026 haben Reiner Markus Jud (ehemals Bruder Theophilos) und ich unseren gemeinsamen 9-monatigen Begleitkurs vorgestellt.

Dabei sprach Reiner offen über seinen eigenen „Sterbeprozess“:
das Loslassen alter Rollen, Identifikationen und Selbstbilder – bis hin zur Aufgabe seines Klosternamens.

Ein mutiger Schritt.

Doch letztlich geht es um etwas, das viele Menschen derzeit erleben.
Wir stehen kollektiv und persönlich an einer Schwelle:

Alte Sicherheiten brechen weg.
Berufliche Rollen verändern sich.
Beziehungen wandeln sich.
Lebenskonzepte tragen nicht mehr wie früher.
Das kann Angst machen.

Doch was, wenn dieser Zusammenbruch kein Ende ist, sondern ein Anfang?

Wie eine Geburt setzt auch eine Neugeburt voraus, dass wir etwas hinter uns lassen:
Masken.
Fassaden.
Anpassungen.
Vorstellungen davon, wer wir sein sollten.

Erst wenn das Alte stirbt, kann das Neue sichtbar werden.
Nicht als bessere Version von uns selbst.
Sondern als das, was wir im Kern schon immer waren.

Gerade Krisen und Umbrüche fordern uns auf, nach innen zu gehen:
unseren inneren Halt wiederzufinden,
Selbstmitgefühl zu entwickeln,
unserer inneren Führung zu vertrauen.
Denn oft entfalten sich unsere größten Potenziale genau dort, wo wir glaubten, am Ende zu sein.

Aus Ohnmacht kann Gestaltungskraft entstehen.
Aus Angst Vertrauen.
Aus dem Gefühl des Ausgeliefertseins ein neues schöpferisches Handeln.

Nicht abgehoben.
Nicht weltfremd.
Sondern tief verwurzelt im Leben.
Mit beiden Füßen auf der Erde.
Und dem Herzen offen für das Neue.

Vielleicht ist genau jetzt die Zeit,
nicht festzuhalten, sondern geboren zu werden.

🎥 Die Aufzeichnung der Zoom-Vorstellung findest du hier:

www.katharina-kleiner.de